Immunsystem Kreidetafel CRLeberentgiftung - Trend oder Notwendigkeit?

Entscheide selbst, weil: Gesundheit liegt in DEINER Hand!

Nach Phasen, in denen Genuss, unregelmäßige Mahlzeiten und weniger Bewegung den Alltag geprägt haben (wie es z.B. in der Weihnachts- oder Faschingszeit häufig der Fall ist) melden sich bei vielen erste Signale des Körpers.
Reichhaltige Speisen, Süßigkeiten, Alkohol und ein veränderter Tagesrhythmus können das gewohnte Gleichgewicht von Ernährung und Bewegung aus dem Takt bringen.

Dies äußert sich dann oft durch Müdigkeit, Trägheit, Kopfschmerzen, Konzentrationsproblemen, Zyklusbeschwerden, erhöhte Infektanfälligkeit, innerer Unausgeglichenheit, Problemen beim Abnehmen, Völlegefühl, Blähungen oder unreine Haut. Zusammengefasst: Man fühlt sich nicht wohl in seiner Haut.


Genau hier rückt ein Organ in den Fokus, das meist still im Hintergrund arbeitet: die Leber.

Der Begriff „Leberentgiftung“ wird heute häufig verwendet und nicht selten als Trend abgetan.
Wir sind der Meinung, dass bei Betrachtung der zentralen Rolle der Leber im Stoffwechsel und der Vielzahl an Belastungen des modernen Alltags deutlich wird, dass es sich dabei nicht um eine Modeerscheinung handelt, sondern um die bewusste Unterstützung eines Hochleistungsorgans.

Leber und Pankreas mCDie Rolle der Leber im Körper

Die Leber ist eines der wichtigsten Stoffwechselorgane.
Sie ist maßgeblich an der Entgiftung beteiligt, baut Alkohol, Medikamente und Umweltstoffe ab, reguliert den Zucker- und Fettstoffwechsel, produziert Galle für die Fettverdauung und speichert lebenswichtige Vitamine sowie Spurenelemente. Zudem spielt sie eine zentrale Rolle im Hormonhaushalt und in der Regulation von Entzündungsprozessen.

Im Gegensatz zu anderen Organen sendet die Leber lange Zeit kaum Warnsignale.
Selbst wenn sie funktionell überlastet ist, bleiben klassische Blutwerte häufig unauffällig.
Das macht sie besonders anfällig für schleichende Belastungen.

Warum Leberentlastung heute besonders relevant ist

Der menschliche Körper ist grundsätzlich zur Entgiftung fähig.
Problematisch ist jedoch die Dauerbelastung, der die Leber heute ausgesetzt ist.
Stark verarbeitete Lebensmittel, Zuckerüberschuss, Umweltgifte, Pestizidrückstände, Medikamente, Alkohol, chronischer Stress und Bewegungsmangel erhöhen kontinuierlich den Entgiftungsbedarf.
Wird die Leber dauerhaft gefordert, kann es zu einer funktionellen Überlastung kommen. Diese äußert sich nicht zwingend in krankhaften Befunden, wohl aber in unspezifischen Beschwerden - wie bereits oben angeführt.

Leberentgiftung bedeutet in diesem Zusammenhang nicht, ein krankes Organ zu „reinigen“, sondern die körpereigenen Entgiftungs- und Regenerationsprozesse gezielt zu unterstützen.

Leberwerte in Ordnung und doch krank…?

Viele Menschen erleben, dass medizinische Routineuntersuchungen keine Auffälligkeiten zeigen, das subjektive Wohlbefinden jedoch eingeschränkt ist.
Klassische Leberwerte steigen oft erst bei fortgeschrittener Belastung oder Schädigung an. Funktionelle Einschränkungen bleiben dabei häufig unentdeckt.
So lassen sich viele diffuse Symptome erklären, die nicht eindeutig zuordenbar sind, aber dennoch die Lebensqualität beeinträchtigen.

Warum ist das so?

Eine gesunde Leber ist das zentrale Organ für die Entgiftung unseres Körpers: Sie filtert das Blut, wandelt schädliche Substanzen (wie Alkohol, bestimmte Medikamente oder Stoffwechselprodukte) chemisch um und macht sie wasserlöslich, damit sie über Urin oder Galle ausgeschieden werden können. Dieser Prozess findet durch komplexe biochemische Reaktionen in mehreren Phasen statt, bei denen spezielle Enzyme lipophile (fettlösliche) Toxine in leichter ausscheidbare Formen umwandeln.
Wenn aber die Leber langfristig geschädigt oder stark belastet ist – zum Beispiel durch Fettleber-Erkrankungen, chronischen Alkoholmissbrauch, Virushepatitis oder andere toxische Einflüsse – dann kann ihre Entgiftungskapazität deutlich abnehmen.
In fortgeschrittenen Stadien, etwa bei Leberzirrhose, ist die Fähigkeit der Leber, Giftstoffe effizient zu verarbeiten und auszuscheiden, massiv eingeschränkt.
Dadurch verbleiben bestimmte Substanzen länger im Blut und können im ganzen Körper Schaden anrichten.
Ein medizinisch gut dokumentiertes Beispiel ist die hepatische Enzephalopathie, bei der unverarbeitete Stoffwechselprodukte wie Ammoniak ins Blut und schließlich ins Gehirn gelangen, was zu neurologischen Störungen führen kann.

Fazit:
Damit Giftstoffe zuverlässig aus dem Körper entfernt werden können, muss die Leber funktionstüchtig und in gutem Zustand sein.


Was können wir also tun, damit die Leber ihre Arbeit machen kann?

Leber Hande
Grundlegende Maßnahmen zur Unterstützung der Leber

Die Basis jeder sinnvollen Leberunterstützung liegt im Lebensstil.
Einzelne Maßnahmen wirken dabei nicht isoliert, sondern ergänzen sich gegenseitig.

Regelmäßige Bewegung verbessert die Durchblutung der Leber, aktiviert den Stoffwechsel und unterstützt den Fettabbau. Besonders Bewegung in nüchternem Zustand kann die Fettverbrennung fördern und die metabolische Belastung der Leber reduzieren.

Eine leberfreundliche Ernährung setzt auf frische, möglichst unverarbeitete Lebensmittel, ausreichend Eiweiß, gesunde Fette und eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen. Bitterstoffe aus Gemüse und Kräutern unterstützen zusätzlich den Gallenfluss und die Verdauung.

Intervallfasten gibt der Leber regelmäßige Pausen von der ständigen Nahrungsverarbeitung. In diesen Phasen kann sie sich verstärkt auf Reparatur-, Regenerations- und Entgiftungsprozesse konzentrieren. Bereits einfache Esspausen über Nacht können positive Effekte haben.


Die Bedeutung von Vitalstoffen und Nährstoffen

Neben Lebensstilmaßnahmen können bestimmte Nährstoffe die Leber gezielt unterstützen. Sie liefern Bausteine für Entgiftungsenzyme, antioxidative Schutzsysteme und den Energiestoffwechsel der Leberzellen. Nachfolgend einige Beispiele.

Glutathion (GSH)
Glutathion ist eines der wichtigsten körpereigenen Antioxidantien und zentral für die Phase-II-Entgiftung in der Leber. Es hilft dabei, Giftstoffe wasserlöslich zu machen und auszuscheiden. Stress, Umweltbelastungen und Alter können den Glutathion-Spiegel senken, weshalb eine gezielte Unterstützung sinnvoll sein kann.

CurcumaSilybum / Curcuma
Mariendistel (Silybum) schützt die Leberzellen vor oxidativem Stress und unterstützt deren Regeneration. Curcuma ergänzt diese Wirkung durch entzündungshemmende Eigenschaften. In Kombination können beide Pflanzenstoffe die Leberfunktion ganzheitlich unterstützen.

Selen
Selen ist Bestandteil wichtiger antioxidativer Enzymsysteme und trägt zum Schutz der Leberzellen vor freien Radikalen bei. Eine ausreichende Versorgung ist für eine effektive Entgiftung wichtig.

Weitere leberrelevante Nährstoffe

(wie sie z.B: in Kombi-Produkten zur Leberentgiftung zu finden sind):

Mariendistel, Löwenzahn und Artischocke zählen zu den klassischen Bitterpflanzen. Ihre Inhaltsstoffe regen die Bildung und den Fluss der Gallenflüssigkeit an, was nicht nur die Fettverdauung unterstützt, sondern auch den Abtransport von Stoffwechselendprodukten über die Galle begünstigt. Dadurch kann die Leber in ihrer täglichen Entlastungs- und Regulationsfunktion unterstützt werden.

B-Vitamine sind unverzichtbare Cofaktoren zahlreicher Enzymsysteme. Sie spielen eine zentrale Rolle im Energiehaushalt der Zellen und sind an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, die für den Abbau, die Umwandlung und die Ausscheidung körpereigener und körperfremder Substanzen notwendig sind.

Ribose ist ein natürlicher Zuckerbaustein, der für die Bildung von ATP benötigt wird. ATP stellt die grundlegende Energiequelle aller Zellen dar und ist Voraussetzung dafür, dass energieintensive Prozesse wie Regeneration, Stoffwechsel und Entgiftungsreaktionen effizient ablaufen können.

MSM (Methylsulfonylmethan) liefert biologisch verfügbaren Schwefel. Schwefel ist ein wichtiger Bestandteil zahlreicher Enzyme und körpereigener Verbindungen, die an Entgiftungs-, Aufbau- und Regenerationsprozessen beteiligt sind.

NAC (N-Acetyl-Cystein) dient als Vorstufe von Glutathion, einem der wichtigsten körpereigenen Antioxidantien. Glutathion spielt eine Schlüsselrolle beim Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und bei der Neutralisierung reaktiver Stoffwechselprodukte.

Fresh Broccoli CRBrokkoli enthält eine Vielzahl bioaktiver Pflanzenstoffe, insbesondere Glucosinolate und deren Abbauprodukte wie Sulforaphan. Diese Stoffe können Enzymsysteme aktivieren, die an der Regulation und Unterstützung körpereigener Entgiftungsmechanismen beteiligt sind.

Cholin ist ein essenzieller Nährstoff für den normalen Fettstoffwechsel der Leber. Es trägt dazu bei, Fette aus der Leber abzutransportieren und unterstützt so die Aufrechterhaltung einer gesunden Leberstruktur und -funktion.

Magnesium ist an mehreren hundert enzymatischen Reaktionen beteiligt. Es unterstützt den Energiestoffwechsel, die Muskel- und Nervenfunktion sowie die Regulation des Stresssystems, was indirekt auch stoffwechselentlastend wirkt.

Zink ist ein essenzielles Spurenelement für den Zellschutz und die Zellteilung. Es trägt zur Regeneration von Gewebe, zur normalen Funktion des Immunsystems und zur Stabilisierung zahlreicher Enzyme bei, die an Stoffwechsel- und Schutzprozessen beteiligt sind.


Zusammengefasst kann man sagen:

Leberentgiftung ist kein kurzfristiger Trend und kein Ersatz für medizinische Therapie. Richtig verstanden bedeutet sie, die natürlichen Fähigkeiten der Leber zu respektieren und gezielt zu unterstützen – besonders in Zeiten erhöhter Belastung. Bewegung, Ernährung, Bewegung, gute Ernährung, Esspausen und eine ausreichende Versorgung mit relevanten Nährstoffen bilden dabei eine sinnvolle Einheit.

Eine gut unterstützte Leber arbeitet leise, aber effektiv.
So trägt sie wesentlich zu Energie, Wohlbefinden und innerer Balance bei.


Quellen
Berg, J. M. et al.: Biochemistry, W.H. Freeman & Company | Sies, H.: Glutathione and redox signaling, Free Radical Biology & Medicine | EFSA (European Food Safety Authority): Scientific Opinions zu | Cholin und Leberfettstoffwechsel | Zink, Selen, B-Vitamine und antioxidativer Zellschutz | Rietjens et al.: Mechanisms of detoxification, Toxicology | WHO: Diet, Nutrition and the Prevention of Chronic Diseases | Stickel & Schuppan: Herbal medicine in the treatment of liver diseases, Digestive and Liver Disease | Calder et al.: Nutrition and immune function, British Journal of Nutrition | link.springer.com/chapter/10.1007/978-94-011-9749-6_2?utm | www.stiftung-gesundheitswissen.de/unser-koerper/leber?utm

Markus Stark zum Thema Fettleber

 

 


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